Neue Radioaktivitäts-Messstation erfolgreich in Betrieb genommen

Messstation in Marl

Am Standort im Chemiepark Marl wurde kürzlich eine hochmoderne Portalmessanlage zur Überwachung von radioaktiver Strahlung installiert. Jeder Anlieferungs-LKW durchfährt nun automatisch diese Messstation.

Was wurde installiert? 
Das System besteht aus:

  • 2 Außendetektoren (links und rechts der Durchfahrt vor der Waage),

  • 1 Messstelle in der Waage und

  • 2 mobilen Geigerzählern für Detailmessungen.

Wie funktioniert die Messung? 
Die Detektoren messen kontinuierlich in CPS (Counts per Second) – also, wie schnell radioaktive Teilchen zerfallen.

  • Normalwert (Untergrundstrahlung): 2.000 CPS

  • Voralarm: 5.000 CPS

  • Grenzwert: 9.000 CPS

Bei Überschreitung erfolgt eine Nachmessung mit Geigerzählern (Mikrosievert/Stunde). Ab 0,5 µSv/h wird die zuständige Behörde informiert. 

Warum diese Investition? 
Die Installation dieser Messstation ist zwar gesetzlich für die Anlagen in Marl nicht vorgeschrieben, erfüllt jedoch die internen Standards von Veolia. Sie dient der sicheren Erkennung von potenziell beigemischtem radioaktivem Abfall und bietet dabei ein Höchstmaß an Sicherheit.

Welche Bedeutung hat das für den Standort? 
Laborleiterin Dr. Anette Schünemann koordiniert alle Messungen am Standort: “Durch die Messungen erhalten wir absolute Gewissheit, dass keine radioaktiven Abfälle angenommen und bei uns behandelt werden.”

Herausforderung für die Zukunft? 
Eine zentrale Herausforderung wird die professionelle Handhabung möglicher Alarme sein, da jeder Vorfall eine umfassende Dokumentation erfordert und bei Grenzwertüberschreitungen die Behörde hinzugezogen werden muss. Dadurch könnten Betriebsabläufe zeitweise beeinträchtigt werden.

Fazit 
Diese Investition unterstreicht Veolias Engagement für höchste Sicherheitsstandards – zum Schutz der Mitarbeiter, der Umwelt und der Bevölkerung.