Zum zweiten Mal wurde Feuer in der neuen Sonderabfallverbrennungsanlage in Marl gezündet – ein zentraler Meilenstein auf dem Weg zum Regelbetrieb. Die thermische Behandlungslinie wird damit unter realen Betriebsbedingungen angefahren. In dieser Phase wird die Brennkammer mit hochkalorischen Flüssigkeiten betrieben – ein wichtiger Schritt, der nur durch präzise Planung und Koordination möglich war.
Bei der Kalt-Start-Phase wird die Anlage zunächst ohne Verbrennung kontrolliert hochgefahren. Danach werden hochkalorische Flüssigkeiten eingespritzt und die Brennkammer wird auf Betriebstemperatur gebracht. Stabile Verbrennungsbedingungen entstehen – die Voraussetzung für den sicheren Regelbetrieb. In der folgenden Testphase werden alle Komponenten unter realistischen Bedingungen überprüft. Dieser dokumentierte Schritt ist im Genehmigungsverfahren erforderlich und beweist die Funktionsfähigkeit der Anlage.
In der aktuellen Phase wird ausschließlich hochkalorischer Abfall (HCV) mit einer Kapazität von etwa 1,2 Tonnen pro Stunde (ca. 50 Tonnen/Tag) verbrannt. In der nächsten Phase wird die Anlage zwei verschiedene Abfallströme parallel verarbeiten: HCV (hochkalorisch) mit einem Durchsatz von etwa 50 Tonnen/Tag und LCV (niedrigkalorisch) mit einer Kapazität von 2 bis 4 Tonnen/Stunde.
In den kommenden Tagen wird die neue Bunkeranlage für feste Abfälle vorbereitet, um dann im nächsten Schritt erste feste Abfälle zu verbrennen. Am Ende der umfänglichen Inbetriebsetzungsphase steht der stabile und regelkonforme Dauerbetrieb.
Danke an alle, die diesen Erfolg möglich gemacht haben – Veolia | Hazardous Waste Europe in Deutschland freut sich auf die nächsten Schritte!