Am Standort Schkopau ist eine neue IBC-Entladestation in Betrieb gegangen. Damit können flüssige Abfälle künftig noch sicherer, kontrollierter und effizienter angenommen und verarbeitet werden.
Durchdachte Technik für einen sicheren Prozess
Die neue Anlage wurde speziell auf die Anforderungen bei der Entladung flüssiger Gefahrstoffe ausgelegt und bietet unter anderem:
ein speziell ausgelegtes Rohrleitungssystem für Säuren und Basen
eine mit Inliner geschützte Rohrleitung zur Erhöhung der Anlagenbeständigkeit
einen vorgeschalteten Schredder zur Zerkleinerung von Schwebstoffen und kleinen Partikeln
eine präzise Regelung der Durchflussmenge über Pumpe und Regelventil – direkt von der Steuerstation aus
eine Schnellkupplung für einen schnellen und sicheren Anschluss
zusätzliche Anschlüsse zur Stickstoffspülung von Schlauch und Rohrleitung
eine Stickstoffüberlagerung, die Entgasung reduziert und die Sicherheit während des Prozesses erhöht
Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzt der Standort auf einen ressourcenschonenden Ansatz: Die IBCs werden nach der Entleerung nicht geschreddert, sondern weiterverkauft und somit einer weiteren Nutzung zugeführt.
Welche Materialien können angenommen werden?
Die Annahme ist auf klar definierte Stoffe beschränkt. Geeignet sind ausschließlich:
flüssige Abfälle in standardisierten IBCs
ordnungsgemäß als Gefahrstoffe gekennzeichnete Materialien
pump- bzw. fließfähige Stoffe mit einer Viskosität von weniger als 500 mPas
flüssige Abfälle, die über ein 2-mm-Sieb entladbar sind
Stoffe mit einem pH-Wert über 2
Stoffe mit weniger als 3 Gewichtsprozent Feststoffanteil
Stoffe mit einem Schmelzpunkt über 0 °C
Nicht angenommen werden unter anderem Explosivstoffe, Munition, unbekannte Chemikalien, radioaktive Materialien, Raney-Nickel und Metallstäube.
Mit der neuen IBC-Entladestation erweitert der Standort Schkopau seine Infrastruktur und schafft die Voraussetzungen für eine sichere, kontrollierte und effiziente Verarbeitung flüssiger Abfälle – mit Blick auf Technik, Sicherheit und Nachhaltigkeit.
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